Dillenburg – kleiner Nabel der Welt

Volker Pletka begrüßt Axel Gedaschko und Dr. Rudolf Ridinger
Geschäftsführendes Vorstands-Mitglied Volker Pletka (rechts) begrüßt Axel Gedaschko (Mitte) und Dr. Rudolf Ridinger (links).

Den Präsidenten des GdW Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, Axel Gedaschko, führte seine diesjährige Sommer-Reise zu in Mittelhessen ansässigen Wohnungsunternehmen, unter anderem auch zu uns nach Dillenburg.

In Begleitung von Dr. Rudolf Ridinger, Verbandsdirektor des VdW südwest, interessierte sich Herr Gedaschko insbesondere für die in Zusammenarbeit mit unserem Architekten erreichte Befreiung zu verschärften Vorgaben der Energie-Einspar-Verordnung (EnEV). Das Büro El Ansari konnte nämlich nachweisen, dass die tatsächlichen energetischen Einsparungen in keinem Verhältnis zu den Kosten für höheren Umfang wärmedämmender Maßnahmen stehen. „Wir konnten rechnerisch nachweisen, dass eine komplette Dämmung unwirtschaftlich ist, und deshalb hat der Lahn-Dill-Kreis eine Befreiung von den Dämmvorgaben erteilt“, erläuterte Karim El Ansari den Gästen aus Berlin und Frankfurt.

Die Vorgaben der EnEV sollen zur Einsparung fossiler Brennstoffe führen, auch um der globalen Klimaerwärmung entgegen zu wirken – durchaus nachvollziehbare und wünschenswerte Ziele. Dass die Mehrkosten jedoch Eigentümer und Mieter über Gebühr belasten, führt eher dazu, auf energetische Sanierungen und Modernisierungen ganz zu verzichten. Diese Konsequenz kam jedoch für den Vorstand der WB Dill eG nicht in Frage, weshalb gemeinsam mit dem Architekturbüro El Ansari für zwei Objekte in der Lohrbachstraße ein „goldener Mittelweg“ gesucht und gefunden wurde.

Statt einer 16 cm dicken Fassaden-Dämmung reicht nämlich auch ein vier Zentimeter dicker Dämmputz in Kombination mit moderner Heiztechnik, neuen Fenstern und Dämmung der obersten Geschossdecke. Denn El Ansari hatte errechnet, dass sich die Mehrkosten für die komplette Dämmung der Häuser während der voraussichtlichen Haltbarkeit der Dämmstoffe weder amortisieren noch durch Einsparungen beim Energieverbrauch aufgefangen werden – und somit gegen das Wirtschaftlichkeitsgebot der EnEV verstoßen.

Die Erkenntnisse sowie die Vereinfachung erforderlicher Berechnungen durch das Büro El Ansari wurden erstmalig in der Mitgliederversammlung der Genossenschaft erwähnt und fanden zwischenzeitlich bundesweit Beachtung mit Berichterstattung in überregionalen Printmedien und diversen TV-Sendern, eine durchaus positive Werbung für Dillenburg und Mittelhessen.

 

Im Gespräch mit Architekt Karim El AnsariIm Gespräch mit Architekt Karim El Ansari

 

Interview für das Mittagsmagazin des ZDFInterview für das Mittagsmagazin des ZDF